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»Auf der Suche...« – Artikel im Jeverschen Wochenblatt über die verbesserte Fruchtbarkeit bei Stuten Drucken

wilhelmshaven (Stammzelltherapie) Es ist Frühling und die Stutensaison läuft auf Hochtouren. Alle Züchter wünschen sich für das nächste Jahr ein neues Fohlen. Doch wie nutzt man die Fruchtbarkeit der Stuten aus und wie kann man sie verbessern? Zu diesem Thema referierte Dr. Genn am 02.04.2008 beim Stammtisch-Treffen der Oldenburger Züchter (Friesland) in Wilhelmshaven.

 

 

Auf der Suche nach den Radspeichen

Knyphausen/m – „Die Natur nimmt sich ihr Recht“, sagte Dr. Hermann-Josef Genn. Und er fügte auf dem Stammtisch-Treffen des Oldenburger Pferdezuchtverbandes hinzu, dass es manchmal durchaus gelingen kann, die Natur etwas auszutricksen. Genn sprach über das ihm vorgegebene Thema „Verbesserte Fruchtbarkeit bei Stuten“. Und der Einladung zu diesem kurzweiligen Vortrag folgten knapp 40 Züchter, die Anke Richter-Irps als Vorsitzende des Oldenburger Kreisverbandes in der Klause des Reit- und Fahrvereins Knyphausen begrüßte. Fruchtbarkeit sei ein wichtiges Thema, denn was nützten die besten Stuten im Stall, „wenn im nächsten Jahr kein Fohlen im Stroh steht“.

Dr. Genn, selbst Oldenburger Pferdezüchter, tierärztlicher Betreuer von Olympia-Teams und FEI-Tierarzt, ging ohne große Folienschiebereien auf Rosse-Symptome und den Zyklus der Stuten ein. „Das Ultraschallgerät ist heute nicht mehr wegzudenken“, erzählte Genn. Am besten seien auf dem Bildschirm die Radspeichen, der Gelbkörper und die jeweiligen Zyklus-Abschnitte zu erkennen. Hormonelle Behandlungen oder Entzündungen in der Gebärmutterschleimhaut – Ursachen, warum die Stute nicht tragend werde gebe es viele. Die Natur nehme sich ihr Recht. So sei häufig festzustellen, dass Stuten im langen Haarkleid und einer Außenhaltung schlechter aufnehmen würden. „Ein warmer  Stall und ausreichend Energie“ – das helfe oft, um die Rosse zu forcieren. Am 15. bis 18. Tag nach der letzten Bedeckung sollte per Ultraschall untersucht werden. „Zwillinge sind kein Problem, aber man muss es wissen. Auch dafür sei das Ultraschallgerät wichtig“, erklärte Genn. Er riet allen Züchtern, unbedingt ihre Stuten (wenigstens die Zuchtstuten, am besten alle Pferde im Stall) gegen Herpes zu impfen.

Laufe eine Fohlengeburt normal und ohne Komplikationen ab, dann sollten die Züchter durchaus etwas Milch abpumpen und mit Fohlenlähmemischserum anreichern. Dies sollte das junge Fohlen unbedingt über eine Babyflasche bekommen – „und dann können Sie sich wieder schlafen legen“.

Viele Themenbereiche streifte Dr. Genn an diesem Abend in seinem kurzweiligen Vortrag. Es entwickelte sich hin und wieder ein Dialog zwischen Züchtern und Fachmann. Und die unterschiedlichen Tipps wurden an diesem Abend ausgetauscht. Am kommenden Mittwoch, 9. April,  treffen sich die Züchter wieder um 13.30 Uhr in Knyphausen zur Auswahl der Stuten für die Eliteschau.

Quelle: Jeversches Wochenblatt 5. Aprill 2008, Jg.218/Nr.80 

 
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